Gedenkstätten in Schupf

Der kleine Ort Schupf befindet sich etwa sechs Kilometer südlich von Happurg. Direkt an der Straße Kainsbach - Schupf zeigt ein kleiner Wegweiser die Richtung zum Mahnmal für die KZ-Opfer Hersbruck. Der Wirtschaftsweg bietet auch eine Parkmöglichkeit und ist beschildert. Nach rund fünf Minuten Fußweg erreicht man die Gedenkstätte, die sich mitten im Wald befindet.

Der Wegweiser zum Mahnmal Schupf [146]

Die großzügig angelegte Gedenkstätte wurde im Jahr 1950 errichtet. Sie ist eigentlich als jüdischer Friedhof anzusehen, da an dieser Stelle Opfer aus dem KZ Hersbruck eingeäschert wurden. Daher sollten Herren beim Besuch der Anlage eine Kopfbedeckung tragen, wie es auf jüdischen Friedhöfen Brauch ist.

Die ummauerte Anlage ist in einem recht ordentlichen Zustand und jedes Jahr im November werden Gedenkfeiern hier abgehalten, z.T. mit prominenten Rednern. Termine können Sie über diese Homepage erfragen: http://kz-hersbruck-info.de


Das Areal ist rund 25 Meter x 20 Meter groß und ummauert. Im Zentrum befindet sich das eigentliche Denkmal mit Inschriften. Bsi 2007 waren vier Fichten rechteckig um das Mahnmal gepflanzt und zu einer stattlichen Größe heran gewachsen. Inzwischen wurden die Fichten gefällt und durch junge Bäume ersetzt. Gelegentlich legen Besucher auch Steine auf den Sockel und gedenken so nach jüdischer Tradition der Toten.

Wieviele Menschen hier von den Nationalsozialisten verbrannt wurden, ist unbekannt. Der größte Teil der Opfer waren wohl Juden aus Ungarn und Kriegsgefangene aus der Sowietunion. Genaue Aufzeichnungen darüber finden Sie auf den Seiten der "Dokumentationsstätte Konzentrationslager Hersbruck e.V." [147]

Das Mahnmal bei Schupf ist Teil einer ganzen Reihe von Denkmälern rund um die Gemeinde Happurg. Hier befanden sich die Dogger-Bergwerke, in denen Tausende Häftlinge unter erbärmlichen Bedingungen bis zum Tode schuften mussten. Angetrieben von brutalen Aufsehern sollten die Gefangenen im Felsen Produktionsstätten für die NS-"Wunderwaffen" anlegen.

Das Mahnmal im Wald bei Schupf [148]


[146] + [148]
Quelle: JiNL, Thomas Schlick, 2006, Weiterverwendung auf Anfrage

[147]
Quelle: Homepage der Dokumentationsstätte Konzentrationslager Hersbruck e. V., http://kz-hersbruck-info.de