Jüdische Bauwerke in Hüttenbach - Schulgebäude

Außer Synagoge, Mikwe und Wohnhäusern gab es in Hüttenbach auch eine jüdische Volksschule. 1827 konnte die Gemeinde einen Volksschullehrer, Seligmann Baer Lamm, anstellen - übrigens der erste jüdische Elementarlehrer in Bayern. 1882 wurde das Schulgebäude wegen Baufälligkeit geschlossen, doch schon wenige Monate später bezogen die Schüler einen Neubau. Zu diesem Zeitpunkt waren die Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinde Hüttenbachs aber schon stark rückläufig. So schloss 1919 die jüdische Schule, der Lehrer wurde entlassen. Von nun an gab es lediglich Religionsunterricht und die Kinder mussten wieder die öffentlichen Einrichtungen besuchen.

Mit dem Ende der Machtergreifung Hitlers kam auch der langsame, aber unaufhaltsame Untergang der Gemeinde und der Schule. Am 28. November 1938 lebte kein einziger Jude mehr in Hüttenbach. Eine blühende Gemeinde mit intakter und reicher Kultur war unwiederbringlich zerstört.


In der Wochenzeitschrift "Der Israelit" wurde u.a. über die Grundsteinlegung der Synagoge 1844 ausführlich berichtet.

Ein weiterer Artikel widmet sich der Verleihung der königlichen Ehrenmünze des Ludwigordens an den Lehrer Seligmann Lamm im Jahre 1879 für sein 50. Dienstjubiläum.

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