Jüdische Bauwerke in Forth - Die Synagoge

Der Umbau-Plan zeigt ein kleines Türmchen in der Mitte der Westseite. Dieser Anbau diente - wie erwähnt - als separater Zugang zur Frauen- bzw. Männersynagoge. In dem Türmchen ist auch eine Treppe eingezeichnet.

Neben der Außenansicht existieren auch Pläne des Syngogen-Inneren mit Anordnung der Sitzplätze, Aron Hakodesch, Frauenempore und Bima. Ein Querschnitt zeigt auch die Dachform - das traditionelle Tonnengewölbe. Zu erkennen ist ebenfalls, dass der Zugang zur Thora über einige Stufen erfolgte und die Thoranische erhöht angebracht war. Auch wenn der Plan nie realisiert wurde, so zeigt er doch einige Elemente, die sich später an dem Gebäude wiederfinden ließen, z.B. das Tonnengewölbe im Dach oder die Fenster.

Innenansicht der Forther Synagoge nach T. Harburger [032]


Die Synagoge nach Plänen des Staatsarchivs Erlangen

Im Nürnberger Staatsarchiv ist ebenfalls ein Plan erhalten, der vom 6. August 1881 stammt. Diese Zeichnungen behandeln den Anbau der Frauensynagoge und zeigen verschiedene Ansichten in Quer- und Längsschnitt sowie den Grundriss.

Die Frauensynagoge ist auf diesem Plan direkt über den Stallungen des angrenzenden Hauses eingezeichnet. Da Synagogen stets über getrennte Eingänge für Männer und Frauen verfügen, bedeutet dies, dass die Frauen ihren Teil durch das vordere Gebäude betreten mussten. Der Plan wurde angefertigt, weil ein Teil der Tragekonstruktion (= Boden) der Frauenabteilung baufällig war. Hier ist ein Längsschnitt [033]:

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[032]
Quelle: Umgezeichnet nach Plänen aus dem Central Archive for the History of the Jewish People, Jerusalem/Israel

[033]
Quelle: Umgezeichnet nach Plänen aus dem StAN, BA Erlangen, Bauakten, Altbestand, Nr. 1155